Stiftung Ernährung und Diabetes, Bern

Ursachen und Risikofaktoren für Diabetes

Genetische Disposition ist ein wichtiger Faktor: Liegt bei einem Elternteil ein Typ-2-Diabetes vor, so liegt das Risiko für die Nachkommen, später ebenfalls einen Typ-2-Diabetes zu entwickeln, bei 40%. Für dieses erhöhte Risiko ist neben verschiedenen "Risikogenen" auch die Weitergabe einer Diabetes fördernden Lebensweise verantwortlich. Die Veranlagung für einen Typ-1-Diabetes wird viel seltener vererbt, je nach Untertyp kann das Risiko aber ebenfalls wesentlich erhöht sein. Die Ursachen für die Entstehung von Typ-1-Diabetes sind heute nicht vollständig geklärt. Man geht davon aus, dass verschiedene Faktoren die Zerstörung der insulinbildenden Zellen auslösen können. Es gibt zudem (seltene!) Diabetesformen (in der Klassifikation nach WHO III A - H), bei denen die Ursache bekannt ist, die beispielsweise rein genetisch oder durch Unfälle bedingt sind.

Risikofaktoren für Typ-2-Diabetes

  • Mit zunehmendem Alter erhöht sich das Diabetes-Typ-2-Risiko. Bei 70jährigen und älteren finden wir eine Diabeteshäufigkeit von über 10%.

  • 80% der frisch diagnostizierten DiabetikerInnen vom Typ 2 sind übergewichtig: Übergewicht, oft verbunden mit Bewegungsmangel, ist der wichtigste Risikofaktor für Typ-2-Diabetes.

  • Ein erhöhter Blutzucker in der Vergangenheit (z.B. Schwangerschaftsdiabetes, siehe auch IGT)

  • Erhöhter Blutdruck

  • Rauchen

  • Ungünstige Blutfettwerte. Ein erhöhter Konsum von gesättigten Fettsäuren ist bei einer bereits vorhandenen genetischen Disposition oder bei leicht erhöhten Blutzuckerwerten ein weiterer möglicher Risikofaktor, einen Typ-2-Diabetes zu entwickeln.

  • Asiatische oder afrikanische Herkunft bei industrialisierter Lebensweise.

Übergewicht, Vererbung und körperliche Inaktivität stellen insgesamt ein erhebliches Risiko dar.

Diabeteshäufigkeit
Übergewicht



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