Stiftung Ernährung und Diabetes, Bern

Nahrungsfasern

Nahrungsfasern (Ballaststoffe) sind Kohlenhydrate, die den Blutzucker nicht direkt erhöhen, sondern den Blutzuckeranstieg verlangsamen und somit einen gesundheitlich günstigen Effekt haben Glykämischer Index. Nahrungsfasern sind u.a. die nicht verdaubaren Pflanzenzellwände von Getreide, Getreideprodukten, Hülsenfrüchten, Gemüse und Früchten. Sie werden entweder im Stuhl ausgeschieden oder im Dickdarm von Bakterien abgebaut, wodurch kurzkettige Fettsäuren und verschiedene Gase entstehen. Diese Endprodukte sind wichtig für die Dickdarmfunktion. Sie liefern auch Energie, die ins Blut aufgenommen wird. Nahrungsfasern erzeugen ein Sättigungsgefühl.

Man unterscheidet wasserlösliche und wasserunlösliche Nahrungsfasern. Wasserlöslich sind Pektin, resistente Stärke, Inulin, Pflanzengummis, Schleimstoffe, Betaglukane und Gelstoffe. Diese Stoffe wirken sich günstig auf die Blutfette aus und verlangsamen den Blutzuckeranstieg. Unlösliche Nahrungsfasern wie Zellulose, Hemizellulosen und Lignin sind wichtig für einen geregelten Stuhlgang.

Kohlenhydrate


Mehr zum Thema Ernährung/Verdauung

zurück

 

© 2008 Stiftung Ernährung und Diabetes, Bern