Stiftung Ernährung und Diabetes, Bern

Fruchtzucker

Normaler Haushaltszucker (Saccharose) besteht zur Hälfte aus Fruchtzucker (Fructose), zur anderen Hälfte aus Traubenzucker (Glukose). Im Gegensatz zu Haushaltszucker beeinflusst Fruchtzucker den Blutzuckerspiegel nur langsam. Wie beim Haushaltszucker enthalten 100 g jedoch 400 kcal, die berechnet werden müssen. Fruchtzucker verursacht Karies. Wenn eine Fruchtzuckerunverträglichkeit vorliegt, kann Fruchtzucker Blähungen, Durchfall und andere Verdauungsbeschwerden verursachen.

Fruchtzucker kommt natürlich vor allem in Früchten vor. In industriell hergestellten Produkten wie z.B. Süssgetränken wird Fruchtzucker heute allerdings in zunehmender Menge eingesetzt, z.B. in Form von Glucose-Fructose-Sirup. Dieser Zucker wird industriell aus Mais hergestellt. Hinweise wie "natürlich gesüsst" sollten daher kritisch hinterfragt werden. Aufschluss gibt einzig die Zusammensetzung auf der Packung. Da Fruchtzucker den Fettstoffwechsel ungünstig beeinflusst, wird von einem vermehrten Konsum freier Fruktose (d.h. nicht in Form von Früchten) abgeraten.

Geschmacklich ist Fruchtzucker allerdings eine gute Alternative, wenn ganz auf Haushaltszucker verzichtet werden muss (was bei Diabetes aber nicht der Fall ist, Zucker bei Diabetes). Er ist als Pulver erhältlich und eignet sich dort, wo der Einsatz von (kalorienfreien) Süssstoffen unbefriedigend ist. Weil Fruchtzucker 1.4 mal süsser ist als Haushaltszucker, werden bei normalen Rezepten 100 g Haushaltszucker durch 70 g Fruchtzucker ersetzt. Gebäck mit Fruchtzucker bräunt schneller, deshalb wird es beim Backen mit Folie oder Backpapier abgedeckt. Das Gebäck verdirbt zudem schneller.

Diabetic food
Zuckeralkohole



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