Stiftung Ernährung und Diabetes, Bern

Glucagon-like Peptide 1-Analoga

GLP-1-Analoga (Inkretin-Mimetika) sind Medikamente zur Behandlung von Typ-2-Diabetes. Es sind Stoffe, welche dem körpereigenen Hormon GLP-1 ähnlich sind.

Das natürliche GLP-1 wird nach einer Mahlzeit vom Körper ausgeschüttet, regt die Insulinausschüttung an, senkt den Glukagonspiegel, verzögert die Magenentleerung in den Darm und verursacht ein Sättigungsgefühl - hat also einen bei Typ-2-Diabetes positiven Effekt. Es wird jedoch im Körper schnell wieder abgebaut. GLP-1-Analoga sind so verändert, dass sie stabiler sind und länger wirken als die natürliche Form des Hormons.

Einen ähnlichen Ansatz verfolgen die Dipeptidyl-Peptidase-4-Inhibitoren, die zu den oralen Antidiabetika gehören. Hingegen müssen GLP-1-Analoga wie Insulin unter die Haut gespritzt werden.

GLP-1-Analoga werden in Kombination mit oralen Antidiabetika (Metformin oder Sulfonylharnstoff) eingesetzt, wenn mit diesen allein keine genügende Blutzuckerkontrolle möglich ist. In der Schweiz ist ein GLP-1-Analogon erhältlich, welches den Wirkstoff Exenatid enthält. In anderen Ländern sind auch Präparate mit Liraglutid im Verkauf, welche ebenfalls zu dieser Gruppe gehören. Die Medikamente sind noch nicht lange auf dem Markt und entsprechend teuer.

Tabletten (Orale Antidiabetika)
Typ-2-Diabetes



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