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Bluthochdruck
Erhöhter Blutdruck fördert die Verengung der Herzkranzgefässe, die dann nicht mehr in der Lage sind, das Herz mit ausreichend sauerstoffhaltigem Blut zu versorgen. Ein Herzinfarkt tritt ein, wenn sich ein Herzkranzgefäss vollständig verschliesst und als Folge das umgebende Muskelgewebe abstirbt. Bei permanentem Bluthochdruck muss das Herz über längere Zeit vermehrt Kraft aufwenden, um das Blut zu pumpen: es bildet sich eine grössere Muskelmasse am Herzen, welche sich allmählich verdickt. Diese Herzmuskelverdickung führt zu einer Abnahme der Muskelkraft, zu Sauerstoffmangel und schliesslich zu Herzschwäche, an deren Ende das Herzversagen stehen kann.
Die Nieren nehmen eine wichtige Steuerungsfunktion des Blutdrucks ein. Gefässveränderungen in den Nieren sind folgenschwer: Ist die Niere durch den erhöhten, nicht behandelten Blutdruck erst einmal geschädigt, so verschlechtert sie – ohne Therapie – den Bluthochdruck. Dies wiederum führt zu einer weiteren Verschlechterung der Nierenfunktion (Nephropathie).
Bei Bluthochdruck neigen die Beinarterien zu Verengungen, so dass irgendwann die Blutversorgung über die verengten Gefässe nicht mehr ausreichend ist. Diese Durchblutungsstörungen bereiten vor allem beim Gehen Schmerzen. (siehe auch diabetischer Fuss)
Ein erhöhter Blutdruck ist ein Risikofaktor für die Entwicklung eines Typ-2-Diabetes. Erhöhte Blutdruckwerte finden sich bei DiabetikerInnen zwei- bis dreimal häufiger als bei Nicht-DiabetikerInnen. Die Entstehung bzw. Verschlechterung einer diabetischen Retinopathie wird durch ständig zu hohen Blutdruck begünstigt. Auch die Nierenfunktion verschlechtert sich in der Kombination "Diabetes und Bluthochdruck" wesentlich rascher als bei DiabetikerInnen mit normalen Blutdruckwerten. Ebenfalls ist bei bestehendem Bluthochdruck das Risiko eines Herzinfarktes doppelt so hoch wie bei DiabetikerInnen mit normalem Blutdruck; gleiches gilt für Durchblutungsstörungen in den Bein- und Hirnarterien ( Schlaganfall).
In der Regel ist erhöhter Blutdruck ein "stummer" Begleiter ohne erkennbare Symptome. Der Weg zur Verhinderung der Langzeitfolgen führt vor allem über eine konsequente Blutdrucksenkung bereits in der Frühphase des Diabetes sowie eine Blutzuckernormalisierung. Eine Normalisierung bzw. Senkung des Blutdrucks ist oft einfacher zu erreichen als eine Normalisierung des Blutzuckers.
Bewegung und Sport
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