Stiftung Ernährung und Diabetes, Bern

Zuckeralkohole

Zuckeralkohole (auch Zuckeraustauschstoffe genannt) werden chemisch aus Kohlenhydraten hergestellt (z. B. aus Maisstärke oder Saccharose) und sind somit kalorienhaltig – im Gegensatz zu den Süssstoffen. Allerdings nimmt der Körper – im Vergleich zu Zucker - bei den Zuckeralkoholen nur einen Teil der Energie (Kalorien oder Joules) auf. Der Rest, der in den Dickdarm gelangt, vergärt dort und kann Verdauungsprobleme wie Blähungen und Durchfall erzeugen.

Zuckeralkohole verursachen keine Karies. Ihre Süsskraft ist etwas geringer als diejenige von Haushaltszucker. Sie sind (mit Ausnahme von hydrierten Stärkehydrolysaten) für DiabetikerInnen geeignet unter der Voraussetzung, dass die verwertbaren Kohlenhydrate (2.4 kcal/g) berechnet werden. Allerdings können Zuckeralkohole möglicherweise einen ungünstigen Einfluss auf den Fettstoffwechsel haben, weshalb ihr Einsatz in der Diabetesernährung umstritten ist. Bonbons sind der vertretbarste Einsatz von Zuckeralkoholen für Diabetiker, in anderen Produkten ist häufig viel Fett enthalten (pfeilDiabetic food).

In Lebensmitteln verwendbare Zuckeralkohole:

  • Isomalt (Palatinit) (E 953)
  • Lactit (E 966)
  • Maltit (E 965)
  • Mannit (Mannitol) (E 421)
  • Sorbit (E 420)
  • Xylit (E 967)
  • Erythrit (E 968) [enthält weniger als 0.2 kcal/g und verursacht weniger Verdauungsbeschwerden als andere Zuckeralkohole]
  • Hydrierte Stärkehydrolysate [Lycasin] (bei Diabetes nicht geeignet)

Fruchtzucker
Süssstoffe

Zucker bei Diabetes

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