Stiftung Ernährung und Diabetes, Bern

Bewegung und Sport

Bewegung ist essentiell in der Behandlung von Typ-2-Diabetes und unterstützend bei Typ-1-Diabetes. Neben der Vermeidung von Übergewicht verbessert sich durch regelmässige Bewegung auch die Aufnahme von Insulin durch die Insulinrezeptoren in die Zellen mess- und spürbar.

Die Bewegungspyramide


Bewegungspyramide
Regelmässige Bewegung senkt nachweislich das Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Auch auf den Kreislauf, den Blutdruck und die Blutfettwerte wirkt sich Bewegung positiv aus. Das Bewegungsminimum für diesen gesundheitsfördernden Effekt sind 30 Minuten pro Tag. Dabei müssen Sie nicht ins Schwitzen kommen, Puls und Atmung sollten sich jedoch leicht beschleunigen.

Sicherheits-Tipps beim Sport

Ausdauernde, ungewohnte oder anstrengende körperliche Aktivität kann den Blutzucker vor allem unter Insulin-, aber auch unter Tablettenbehandlung unerwartet zu tief abfallen lassen (Hypoglykämie). Dies kann auch noch während der Nacht und am folgenden Tag der Fall sein. Bei intensiver sportlicher Betätigung müssen zusätzliche Kohlenhydrate konsumiert werden, um das Blutzuckergleichgewicht zu halten. Ein Armband oder eine Halskette mit dem Hinweis auf Diabetes empfiehlt sich vor allem bei sportlich aktiven DiabetikerInnen. Bei einer schweren Hypoglykämie verhilft dies zu einer zweckmässigen und raschen Hilfeleistung durch Dritte.

Oftmals ist man in den Ferien aktiver als im Alltag: man macht lange Wanderungen oder Spaziergänge, anstrengende Stadtbesichtigungen oder fährt mit dem Velo. Dies kann sich ganz erheblich auf den Blutzuckerverlauf auswirken, so dass eventuell in Absprache mit dem Arzt die Dosis der Medikamente reduziert werden sollte.

Bei medikamentös behandeltem Bluthochdruck sowie bei Augen- oder Nierenkomplikationen sollte länger andauernde und anstrengende körperliche Tätigkeit nur nach ärztlicher Beratung erfolgen. Unter Belastung steigt der Blutdruck an - auch auf dem Home-Trainer. Bei Gesunden normalisiert er sich in der Folge rasch, bei PatientInnen mit Bluthochdruck sollte der Blutdruck im Anschluss an die Belastung selbständig kontrolliert werden.

Wenn die Füsse Gefühlsstörungen aufweisen, müssen Sie Sport- und Wanderschuhe besonders sorgfältig auswählen, um gefährliche Druckstellen zu vermeiden. Diese entstehen beispielsweise bei einer Reibung zwischen Schuh und Fuss: Durch einen Scheuereffekt kann es – besonders beim Abwärtsgehen in zu grossen Schuhen – zu Blasen kommen. Auch die Strümpfe müssen sorgfältig ausgewählt werden, damit sie keine Falten bilden und damit ebenfalls Blasen verursachen. Bei fortgeschrittenen Nervenstörungen (Neuropathie) in den Füssen sind z.B. Schwimmen oder Radfahren geeignete Sportarten.

Hypoglykämie
Bluthochdruck
Diabetischer Fuss

Suissebalance: Tipps für mehr Schwung

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